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Informationen des Sulzer Betriebsrates (Text + Fotos: Betriebsrat Sulzer)

Sulzer hatte am 15.12.2016 die Schließung des Standortes in Lohmar Scheiderhöhe angekündigt. Das Landesarbeitsgericht Köln hat am 11. Mai entschieden, dass eine Schließung arbeitsrechtlich nicht vor Ablauf der Standort- und Beschäftigungsgarantie zum Ende des Jahres 2019 möglich ist. Dennoch hat Sulzer entgegen der Beschäftigungsgarantie begonnen, die Aufträge auf andere Standorte in Irland, China und Schweden umzusteuern.

Nun konfrontiert der Schweizer Konzern die Belegschaft und den Betriebsrat mit einem Ultimatum in Form eines ersten und „abschließenden Angebots“ (Originaltext Sulzer) zur Standortschließung:

Sollte der Betriebsrat das Angebot zu einer Sozialplanlösung bis zum 31.07.2017 nicht annehmen, wird mit der Insolvenz gedroht.

Das Angebot der Schweizer Konzernleitung steht laut Auffassung des Betriebsrates und der IG Metall in keiner Weise in Relation zu der immer noch existierenden Standort- und Beschäftigungsgarantie, da es auch nicht annähernd die Verluste der Mitarbeitenden ausgleicht.

Im Falle einer Insolvenz würden die Mitarbeiter „leer“ ausgehen. Ob eine Insolvenz unter den gegebenen Umständen möglich ist, da die Aufträge bewusst durch den Schweizer Konzern umgesteuert wurden, und welche Kosten neben einem möglichen Imageschaden noch auf den Schweizer Konzern zukommen, ist allerdings unklar.

Die Leidtragenden währen in jedem Fall die Mitarbeitenden.

Die aktuell praktizierte Vorgehensweise entspricht in keiner Weise der damaligen Ankündigung des Geschäftsführers Holger Groß gegenüber der Belegschaft, die Schließung sozialverträglich durchzuführen.

Am Montag, den 31.07.2017 tagt die Einigungsstelle. Dort wird das „abschließende Angebot“ verhandelt, sofern hier das Wort „Verhandeln“ überhaupt zutreffend ist.
Diktat würde es wohl besser treffen.



Gestern teilte Geschaftsführer und Abwickler Holger Groß dem Betriebsrat auf Nachfrage mit, dass Sulzer weiterhin an der Schließung in 2017 festhalte. Dies gab Holger Groß kurze Zeit darauf auch der Belegschaft via Aushang bekannt.

So will Herr Groß jetzt das Urteil von Köln umgehen, indem er nun behauptet: Die Konjunktur schwächelt, der Betrieb ist marode!!!

Hierzu beabsichtigt er, in der vom Betriebsrat einberufenen Einigungsstelle zur Klärung der Meinungsverschiedenheiten aus dem bestehenden Beschäftigung- und Standortsicherungsvertrag vorzutragen, dass man seit letztem Jahr kaum noch Arbeit habe.

Wenn es nicht um "so Vieles", nämlich um 180 Familienschicksale gehen würde, könnte man getrost die Vorgehensweise von Herrn Groß als "billigen Taschenspielertrick" bezeichnen. Fakt ist, dass wir sowohl letztes Jahr wie auch in diesem Jahr Vollauslastung haben. Das kann der Betriebsrat jederzeit beweisen. Untermauert wird das Ganze durch die Einstellung von Leiharbeitnehmern.

Was Sulzer vor hat, ist offensichtlich und wurde bereits von deren Anwalt Herrn Dr. Burkard Göpfert in einem Gespräch mit Betriebsrat und IG Metall am 03. Februar diesen Jahres deutlich ausgesprochen: "Wir wissen, dass Sie Ende des Jahres keinen einzigen Auftrag mehr haben werden". Darüber hinaus teilte er mit: "Sie können uns nicht zwingen, hier zu produzieren".

Sulzer hat deshalb bereits in 2016 ein Geheimprojekt mit dem Codename Frankfurt ins Leben gerufen, welches die Verlagerung der Produkte und somit die Schließung vorantreibt. Gegenüber dem Betriebsrat verweigert Herr Groß jegliche Auskunft dazu.

So hat Sulzer bereits begonnen, die Vertriebsgesellschaften anzuweisen, nur noch in China und lrland Teile unserer Produkte zu bestellen. Die "Trockenlegung" läuft auf Hochtouren.

Die Konjunktur schwächelt nicht, ganz im Gegenteil. Sulzer Lohmar hat dieses Jahr einen so hohen Auftragsbestand, wie noch nie in der Firmengeschichte. Dennoch hat Sulzer sich entschieden woanders, nämlich in China und lrland zu produzieren und steuert jetzt die Aufträge auf diese Standorte um.

Hierdurch wird eine schlechte Konjunktur nur vorgetäuscht. Wir gehen davon aus, dass Herr Groß zu einem späteren Zeitpunkt noch Kurzarbeit beantragen wird. Dies wäre dann in der Tat Betrug am deutschen Steuerzahler. Weiterhin versucht Herr Groß, dieses Unternehmen schlecht zu rechnen, obwohl das Unternehmen in den letzten Jahren Gewinne erwirtschaftet und auch versteuert hat.

Die französischen Konzernleitung in Winterthur ist sich für nichts zu schade, Hauptsache der Wille des Geldadels setzt sich durch. Was sind denn schon deutsche Gesetze wert, im Vergleich zu den ökonomischen lnteressen eines Konzerns?



Sulzer erklärt die Gespräche mit der betrieblichen Tarifkommission der IG Metall als sinnlos und beendet die Verhandlungen bevor sie überhaupt begonnen haben

Gestern ließ das Sulzer Management über deren Anwalt Dr. Göpfert mitteilen, dass aus ihrer Sicht weitere Sondierungsgespräche zu wirtschaftlichen Alternativen am Standort Lohmar keinen Sinn machen.

Nach nur drei Sondierungsgesprächen mit Vertretern der betrieblichen Tarifkommission der IG Metall verweigert Winterthur jegliche Gespräche über eine mögliche Zukunft für den Standort Lohmar.

Noch mit Schreiben vom 20. März an die NRW Minister Rainer Schmelzer, Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und Garrelt Duin, Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk, erklärte der Sulzer CEO Grégoire Poux-Guillaume: "Die 1G Metal1 1st in die Suche nach passenden Lösungen einbezogen und die Verhandlungen haben begonnen".
Auch die angebotenen Gespräche beider Minister wurden von Winterthur mit folgender Begründung abgelehnt: "Wir wollen diese Verhandlungen nicht mit Gesprächen ausserhalb des vereinbarten Rahmen stören und bitten Sie daher um Verständnis, dass wir ihrem Vorschlag zur Zeit nicht entsprechen können".

Hier wird die Politik, die ihre ernstgemeinte Unterstützung anbietet mit Falschaussagen konfrontiert und an der Nase herumgeführt!!!

Zum 1. April wurden bereits die ersten 4 Pumpenreihen nach lrland verlagert. Man hat die Vertriebsgesellschaften weltweit angewiesen, die Bestellungen für diese Pumpen nur noch in Wexford, Irland, zu tätigen - So will man eine Belegschaft mürbe machen, am langen Arm vertrocknen lassen und künstlich den Eindruck erwecken, es gabe keine Aufträge mehr.

Diese Vorgehensweise ist aus unserer Sicht rechtswidrig, grenzt an Psychoterror und ist menschenverachtend.

Für die Umsetzung vor Ort hat man die "Abwicklungsspezialisten" Holger Groß von GROSZ BROTHERS Management- und Kreativgesellschaft in Berlin, sowie Thomas Gerwert von Gerwert Consulting Solutions GmbH in Mönchengladbach angeheuert.

Betriebsrat und Belegschaft werden zusammen mit der IG Metal1 und allen Unterstützern alle rechtlichen und politischen Mittel zur Durchsetzung unseres Standortsicherungsvertrages ausschöpfen.

"Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht" (Bertolt Brecht)



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