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Durch falsche Strategie hat das Team Derscheid den siebten Sieg in Folge verspielt
VON GÜNTHER WOLFF

Nürburgring/Much – Mit dem 7. Lauf der diesjährigen Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wurde der Saisonhöhepunkt gestartet, das Sechs-Stunden-Rennen in der VLN 2014. Neben den schon bekannten professionellen Fahrern der Meisterschaft und den vielen ambitionierten Hobbypiloten traten bei diesem Event auch die WTTC Profis Gabriele Tarquini und Tiago Monteiro den Weg in die Eifel an. Auch wieder dabei das erfolgreiche „Team Derscheid“ aus dem bergischen Much mit Ihrem schnellen BMW 325i E 90. Nachdem die bisherigen sechs Läufe der VLN-Meisterschaft alle mit einem Klassensieg des kleinen Privatteams um Rolf Derscheid und Michael Flehmer beendet werden konnten galt es bei diesem Lauf wieder möglichst viele Punkte für die Gesamtmeisterschaft zu erzielen. Wie immer wurden beim Freitagstraining die letzten Einstellungen überprüft und für o.k. befunden.
Am Samstag ging Michael wie gewohnt zuerst auf die Strecke und setzte schon in der zweiten Trainingsrunde mit einer Zeit von 9:59 Minuten ein Zeichen für die Klassengegner. Rolf Derscheid ging später zu seiner Trainingsrunde auf die Nordschleife und toppte Flehmers Zeit um wenige Hunderstel, ein Zeichen dafür wie gut beide Fahrer mit Auto und Strecke vertraut sind. Diese Zeit sicherte die Poleposition in der Klasse. Wie immer übernahm Flehmer die Startphase und konnte sich mit einem Klassenkonkurrenten schnell von den anderen Verfolgern der Klasse absetzen. Flehmer fuhr in dieser Phase die schnellste Rennrunde der Klasse als sein direkter Gegner bei einem Überholvorgang von einem übermotivierten Aston Martin-Fahrer touchiert wurde. Der Weg für Flehmer war frei und der Abstand auf die Klassengegner wurde konstant größer. Alles wäre perfekt gewesen, wären nicht plötzlich dunkle Regenwolken aufgezogen. Rolf Derscheid und die Boxencrew gingen von einem kurzen Schauer aus und entschieden sich auf Trockenreifen draußen zu bleiben – ein fataler Fehler ! Die Konkurrenz war zwischenzeitlich zum Wechsel auf Regenreifen an die Box gefahren. Alleine in dieser Runde verlor der schnelle BMW 325i E90 über 4 Minuten auf die Gegner. Bei einem perfekten Boxenstopp wurden dann Intermediates, ein Reifen für wechselnde Streckenverhältnisse, montiert. Flehmer konnte wieder Zeit gutmachen als es dann wieder wie aus Kübeln zu regnen begann -wieder zu viel Wasser für die Reifen auf der Piste.
Foto: Wolff-Sportpress
Mit viel Glück verhinderte Rolf einen heftigen Einschlag und konnte mit mehr als 3 Minuten Rückstand den 2. Platz in der Klasse für das Team Derscheid verbuchen. Mit dem 2. Platz konnte die Tabellenführung weiter ausgebaut werden, da die direkten Verfolger mehr Pech als das Team Derscheid hatten.

Die zuvor gewonnene Zeit ging wieder verloren. Michael Flehmer begab sich wieder an die Box um das Fahrzeug dann, bestückt mit Regenreifen, an Rolf Derscheid zu übergeben. Aber auch jetzt gab es keinen Grund zur Freude, das Trockensetup harmonierte nicht mit den Regenreifen, es wurde noch mehr Zeit verloren. Als die Piste dann wieder halbwegs abgetrocknet war entschied sich Derscheid wieder auf Trockenreifen zu wechseln, er konnte den Abstand auf den Führenden der Klasse bis auf 2 Minuten verkürzen. Als sich dann der Himmel nochmals wieder öffnete sah sich Rolf Derscheid wieder gezwungen auf Regenreifen zu wechseln, die zuvor gewonnene Zeit war wieder verloren. Die letzte Runde mit Regenreifen war dann auch wieder ein Ritt auf der Rasierklinge, was ein Highspeeddreher im Bereich Tiergarten, als der BMW urplötzlich aufschwamm, belegte.

Derscheid: „Mit dem 2. Platz in der Klasse, der schnellsten Rennrunde der Klasse und damit dem Gewinn der AVD Speedlap, dem 43.Platz im Gesamt bei 169 Teilnehmer mit einem der leistungsschwächsten Autos im Feld und dem Ausbau der Tabellenführung können wir sehr zufrieden sein. Ein großes Lob geht an die Jungs vom heutigen Klassensieger Mathias Unger die alles richtig gemacht haben und am Wochenende verdient die Klasse gewonnen haben .Wir müssen jetzt schauen warum uns der Speed bei nassen Bedingungen fehlt.“

Das Team Derscheid wird alles daransetzen, das zum achten Lauf, dem 46. ADAC Barbarossapreis am 13.09.2014 das Problem gefunden und ausgemerzt ist.

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