Vereinsmitteilungen

Bei der 44. Auflage des legendären Rennklassikers in der Eifel trifft sich einmal im Jahr alles was Rang und Namen hat, um die Hatz 2 mal gegen die Uhr zu bestehen. Neben den Werksteams war auch das Team rund um die Skateboard Legende Titus Dittmann wieder zur altehrwürdigen Nordschleife gekommen. Im Gepäck hatte das Team „Skate Aid“ wieder die giftgrüne, bärenstarke Dodge Viper, die auf Gasantrieb umgerüstet, und in der Klasse der alternativen Treibstoffe eingesetzt wurde. Hier galt es sich dem Wettbewerb mit 6 Konkurrenten zu stellen.
Das Fahrzeug war in den letzten 10 Monaten vom Team konstant auf die harten Anforderungen des 24h Stunden Marathons vorbereitet und weiterentwickelt worden.
Auch der Fahrerkader konnte sich sehen lassen, denn hier kamen etliche Jahre Rennsporterfahrung zusammen. Neben Teameigner Titus Dittmann, griffen Reinhard Schall Bernd Albrecht und mit Michale Lachmayer auch ein Pilot aus den Reihen des MSC Wahlscheid in das Lenkrad des Boliden mit der Startnummer 13.
Doch sollte die 13 nicht unbedingt zur Glückszahl werden. Der erste Schock kam schon in den ersten Minuten des 1. Zeittrainings. Die Fernsehbilder fingen auf der Grand Prix Strecke eine stark rauchende Viper ein. Das Fahrzeug steuerte die Box an und das Team rund um Chefmechaniker Alex Bux begann sofort mit der Fehlersuche. Immer wieder wurde das ein oder andere getauscht und die Viper wieder zu einer Proberunde auf den Grandprixkurs geschickt. Diese Proberunden kosten natürlich Zeit und Nerven aber das Team ging auf Nummer sicher und checkt alles durch. Schlussendlich bereitet dem Motor zu viel eingefülltes Motoröl die Probleme. Also entschließt sich das Team die Füllmenge nicht auf Max auszureizen und der Motor lief wie am Schnürchen.

 

Michael Lachmayer bewegte die Viper im Nachtraining bei nassen Bedingungen schnell um den Kurs und war von dem Auto mehr als begeistert.

Doch der nächste Tiefschlag für das Team stand schon vor der Tür. Nach dem Nachttraining folgt Fahrer und Teameigner Titus Dittmann einer Einladung zu Audi und stolpert dort so unglücklich, dass er mit der Schulter auf ein Geländer aufschlägt. Die Folge ist ein Bruch des Schulterblatts mit angerissenen Bändern. So wurde aus dem Quartett an Fahrer auf einmal ein Trio. Doch es sollte noch weitergehen.
Im 2. Zeittraining drehten dann alle Fahrer bei trockener Ideallinie nochmal Ihre Runden, als kurz vor dem Streckenabschnitt Bergwerk die Viper wegen einem schnelleren Fahrzeug die trockene Ideallinie verlassen musste. Beim Einlenken riss dann abrupt der Gripp auf der Hinterachse ab und das Fahrzeug schlug in die Leitplanke der Streckenbegrenzung ein. Wie sich nach einer Untersuchung im Krankenhaus feststellte war der Fahrer bis auf eine schmerzhafte Rippenprellung unbeschadet geblieben. Doch die Viper hatte es schon heftig erwischt. Aber Motorsport ist Teamsport, und so stellt der Dodge Viper Spezialist Michael Mintgen seine nahe dem Nürburgring gelegene Werkstatt zur Verfügung und ein Fan bot Teile aus seiner Straßenversion der Dodge Viper an. Das letzte Teil lieferte er sogar persönlich nachts um 02:00 Uhr an. Mit Vehemenz schraubt das Team 17 Stunden und schafft da Unmögliche. Es stellt die Viper wieder her, so dass der giftgrüne Bolide in die Startaufstellung des 24h Rennens rollen konnte.
Also startete das Team quasi nur mit  2,5 Fahrern, aber hochmotiviert. Doch dann schlug auch der Wettergott in Form von Hagel und Starkregen auf die Startnummer 13 ein. Die Rennleitung entschied sich das Rennen aus Sicherheitsgründen abzubrechen. Nach 3 Stunden erfolgte dann der Restart und man war im Team „Skate Aid“ auch guten Mutes dass nun alles klappen würde. Aber wieder schlug das Schicksal zu und nach nur einer Stunde blieb die Viper mit einem abgerissenen Vorderachshalter als Folgeschaden vom Unfall  im Bereich der hohen Acht liegen. Wieder zeigte die Crew um Titus Dittmann, das aufgeben keine Option ist und macht die Viper erneut einsatzfähig.
Als Fahrer sind mittlerweile nur noch Lachmayer und Schall verblieben, die sich nun in Doppelstints abwechseln. Doch das Ende hatte die Crew immer noch nicht gesehen. Kurz nach dem Morgengrauen stellte man ein Öl Leck am Differential fest und die Viper musste erneut zur Reparatur an die Box kommen. Das Differential müsste getauscht werden, was bei einem Rennwagen wie der Dodge Viper mal eben knapp 5 Stunden Arbeit für die arg gebeutelten Mechaniker bedeutete.


Aber die Mechaniker gaben wieder alles, und so ging die Viper um 10 Uhr erneut auf die Strecke. Der Wagen macht überall Geräusche, und signalisiert ich kann bald nicht mehr. Die erfahrenen Fahrer trugen den Wagen aber ins Ziel. Dann übernahm Bernd Albrecht trotz geprellter Rippe das Auto und dreht die letzte Runde voller Emotionen und getragen von den Wünschen der Zuschauer bis ins Ziel.

Das Team hat es geschafft und ist angekommen. Die wahren Helden des 24h Rennens 2016 im Team „Skate Aid“ sind aber die Mechaniker, die immer wieder dafür gesorgt haben, dass unsere giftgrüne Viper schlussendlich das karierte Tuch gesehen hat.

Ich bin schon oft 24h-Rennen gefahren, aber soviel Schicksalsschläge wie dieses Auto mit dieser Mannschaft ertragen musste habe ich noch nie erlebt. Das wir hier die Zielflagge gesehen haben zeugt vom großen Teamgeist der Truppe, so ein bewegter Michael Lachmayer nach dem Rennen.

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