Vereinsmitteilungen
Gleich mehrere Teams des MSC Wahlscheid dominieren Ihre Klassen
Von Günther Wolff

Nürburgring/Much – Nachdem am vergangenen Wochenende der Winter wieder in die Eifel zurückgekehrt war erwarteten die 212 Teams Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, Regen, Graupelschauer und Nebel. Den Fahrern wurde schon beim Zeittraining alles abverlangt. Vom MSC Wahlscheid, dem aktiven Motorsportverein aus dem Aggertal, waren gleich 4 Teams am Start. Das Team Derscheid, mit M.Butz/M.Hörter auf einem BMW 318is in der Klasse V2 und Teamchef Rolf Derscheid mit Michael Flehmer in der Klasse V4. Alexander Kudrass startete ebenso wie sein Vater auf einem der neuen Toyota GT 86 in der CUP4-Klasse.

Regenprofi Wolfgang Kudrass gelang es mit seinem Team in der CUP4-Klasse die beste Startzeit zu erzielen, ebenso dominierten das Team Butz/Hörter in der Klasse V2. Kudrass-Junior Alexander musste sich weiter hinten einreihen. Gar nicht gut verlief das Zeittraining für Derscheid/Flehmer. Schon in der ersten Runde des Roll-Out signalisierte eine Kontrollleuchte nichts Gutes. Nachdem Flehmer die Box aufgesucht hatte schien der Fehler gefunden zu sein. Doch schon kurze Zeit später wurde wieder der gleiche Fehler angezeigt. Um keinen Motorschaden zu provozieren wurde das Fahrzeug zur Box eingeschleppt. Durch die nun notwendige Reparatur konnte keine gezeitete Trainingsrunde mehr gefahren werden – ein Ausschluss aus dem Starterfeld drohte. Noch schlimmer erging es dem Team „Jürgen Alzen Motorsport“. Im Bereich Brünnchen wurde der schwarze Ford GT Opfer der regenüberfluteten Piste – der Publikumsliebling schlug mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanken. An eine schnelle Reparatur und einen Einsatz war nicht mehr zu denken.

Alexander Kudrass: „Es gibt noch viel zu lernen. An sehr vielen Stellen kann ich noch Zeit herauskitzeln. Zufrieden bin ich erst wenn wirklich Alles passt. Ich bin eben Perfektionist." (Foto: Wolff-Sportpress)
Als das Rennen dann nach ausnahmsweise zwei Einführungsrunden bei Nebel und Regen gestartet wurde kam die erlösende Nachricht der Rennleitung: Team Derscheid darf am Ende des Feldes starten und die Aufholjagd beginnen.

Matthias Butz (Bergisch Gladbach) legte mit dem BMW 318is einen exzellenten Start hin und setzte sich nicht nur schnell von seinen Verfolgern ab, nein es gelang Ihm sogar Fahrzeuge größerer Klassen zu überholen und hinter sich zu lassen. Wenig später tauchte er dann im Rückspiegel seines eigentlichen Verfolgers auf um diesen dann zu überrunden. Martin Hörter (Ransbach) übernahm später das Fahrzeug und setze das fort was Butz begonnen hatte. Er hielt sich aus jeglichen Rangeleien heraus, zog unbeirrt, trotz vieler Unfälle auf der Strecke, seine Runden und beendete das Rennen mit einem Klassensieg und zwei Runden Vorsprung vor seinen Verfolgern.

Michael Flehmer (Overath), wie immer der Startfahrer im Team, machte sich auf die Aufholjagd. Mit Feingefühl und Können rollte er das Feld von hinten auf. Nach der Hälfte seines zu fahrenden Stints hatte er schon Rang vier der Klasse erreicht. Beim nach 8 Runden  dann planmäßigen Boxenstopp übergab er dann das Fahrzeug an Rolf Derscheid. Derscheid setzte die Aufholjagd fort. Da die Strecke dann immer mehr abtrocknete entschied sich das Team auf Slicks zu wechseln und nochmals zu Tanken. Mit immer besser werdenden Rundenzeiten, trotz zahlreicher Unfälle in der Schlussphase, schaffte der „Chef“ es noch auf Rang drei der Klasse vorzufahren. Nebenbei schaffte es Derscheid noch die schnellste Runde der Klasse zu fahren.

Rolf Derscheid: „Bei diesem Rennen war einfach nicht mehr drin. Meine Fahrer auf dem BMW 318is haben ein perfektes Rennen gefahren. Nichts ist bei diesen Extremverhältnissen kaputt gegangen. Sie haben gezeigt wie man mit einem kleinen Auto auch die Großen besiegen kann. Viele der „Herrenfahrer“ waren mit dem Wetter, dem Auto, der Strecke, dem Verkehr und zuletzt mit sich selbst überfordert und gefährdeten sich und die Anderen. Meine Mechaniker haben wieder einmal unter Zeitdruck perfekt gearbeitet, genau wie Michael Flehmer welcher durch seinen besonnenen und trotzdem schnellen Fahrstil den Grundstein zu dem heutigen Erfolg legte. Wir hätten nicht gedacht noch auf ´s Treppchen zu kommen.“

In der CUP-4-Klasse entwickelten sich nicht minder packende Positionskämpfe. Hier zeigte sich dann dass Erfahrung durch nichts zu ersetzen ist. Altmeister Wolfgang Kudrass, Arno Klasen und  Arne Hoffmeister, die Klassensieger des vergangenen Rennens, konnten auch bei diesen widrigen Streckenverhältnissen im  von Dörr Motorsport vorbereiteten Toyota GT-86 den Klassensieg einfahren. Das aber der „Apfel nicht weit vom Baum fällt“ konnte Alexander Kudrass beweisen. Mit Martin Tschornia, Jutta Beisiegel und Carolin Jöns gelang es diesem „Youngster-Team“ mit einer Runde Rückstand Rang zwei der Klasse einzufahren. Der Drittplatzierte dieser Klasse hatte weitere 3 Runden Rückstand. Dennoch war Kudrass „Junior“ mit diesem Ergebnis nicht zufrieden.

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