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Stadtwerke Lohmar

„Warum denn immer in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah.“ Dieses Motto hat Hermann Wenzel sich zu Eigen gemacht und schweift zwischen seinen jährlichen Caminos in fernen Landen durch Lohmar und Umgebung. Und er merkt, obwohl er hier seit 1980 wohnt, dass er seine Wahlheimat kaum kennt. „Nur wo Du zu Fuß warst, warst Du wirklich" hat Wenzel vor Jahren einmal auf einer Jacke eines Wanderführers gelesen. Heute kann er bestätigen, dass das die volle Wahrheit ist. Genauso wie auf seinen Caminos nach Santiago trifft er hier zu Hause Menschen, mit denen er mich spontan austauschen kann. Auch hier zu Hause hat er Freude an den vielen liebevollen Kleinigkeiten am Weg, hier ein fantasievolles Garagentor, dort ein Wegweiser nach Görlitz 645 km und einer nach Amerika 10.000 Kilometer. Anders als auf den Caminos ist das Finden des Weges. Auf den Pilgerwegen gibt es die Muschel oder den gelben Pfeil und das Ziel und die Richtung ist eindeutig. Hier in Lohmar sind viele Organisationen dabei Wege zu markieren. Er kann also nie verloren gehen und hat eher die Qual der Wahl, wohin er denn an der nächsten Weggabelung gehen soll. Doch gestärkt durch die jahrelange Erfahrung kennt er die Grenzen seines Körpers in Kilometern und Stunden. Es schreckt ihn nicht, einen Umweg zu gehen und hat sogar gelernt zurückzugehen, wenn es mal auf dem Pfad gar nicht mehr weitergeht. Es gibt ihm Zeit und Muse, Interessantes auf seinen Wegen festzuhalten.

„Der Weg ist das Ziel" heißt es unter Pilgern. Hier beim Wandern durch Lohmar gilt das genauso. Und noch ein Vorteil hat es hier in der Heimat herumzustreifen. Er hat immer die grobe Richtung im Kopf und einen Schlenker zu weit nach rechts kann nur bedeuten, dass er mal spontan den Bus nimmt, statt nach Hause zu laufen. „Nur wer neue Wege geht, lernt Neues kennen" - dieser Spruch gilt nicht nur im richtigen Leben, sondern vor allem auch beim Wandern. Sein Hobby, das Fotografieren und das Schreiben über seine Caminos in Tagebuchform (siehe die beiden Pilgertagebücher „Von einem, der auszog, das Pilgern zu lernen") zu berichten, hat er um das Dokumentieren seiner Wege erweitert. Sein GPS hat er bisher nur als Aufzeichnungsgerät benutzt, doch es ist für ihn beruhigend, theoretisch auf die Karte schauen zu können. Ein Kompass und sein Schrittzahlmesser dürfen meistens mit. Die wiegen wenig und geben ihm seit Jahren eine gute Orientierung. Führer und Karte werden meist im Rucksack geschont oder dürfen gar zu Hause bleiben.

Im Rahmen des Vortrages stellt Hermann Wenzel das NABU-Projekt „Kombination von Wegmarkierungen und Artenschutz" vor. Ziel dieses Projektes ist, alle Jakobswege nach Santiago europaweit mit Nistkästen, Insektenhotels etc. auszustatten und an diesen Wegmarkierungen anzubringen.

Von Lohmar aus gesehen führen die Jakobswege in Overath und Bonn durchgehend markiert bis nach Santiago de Compostela. Wer Zeit und Energie hat, kann dann den ebenfalls gut markierten Weg auf dem Caminho Português in Richtung Fatima bis zu unserer Partnerstadt Vila Verde in Portugal weitergehen. Wenzel hat sich schon dreimal den Weg zu Fuß nach Vila Verde gegönnt, allerdings „nur" von Porto aus in Richtung Santiago.

Seien Sie auf seinen Bericht gespannt.

Vortrag von Hermann Wenzel, Wahlscheid am Freitag, dem 20.11.2015, 15:00 Uhr im Sternensaal der Villa Therese, Lohmar, Hauptstr. 83. Eingeladen sind nicht nur Senioren, sondern Jung und Alt aus Lohmar und Umgebung. Der Eintritt ist frei. Veranstalter: Verein zur Förderung der Seniorenarbeit in Lohmar e.V. (FöS)

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