Vereinsmitteilungen

Stadtwerke Lohmar

“Saach hür ens“ Lohmar e.V. engagiert sich bei den Kleinsten

Um seinen Vereinszielen zur Förderung des Brauchtums und der Pflege der rheinischen Mundart gerecht zu werden, beschreitet „Saach hür ens“ Lohmar e.V. neue Wege.

Vorstandsmitglied Christa Prüfer arbeitet seit Oktober dieses Jahres gemeinsam mit Ursula Muß, der Leiterin des Kath. Kindergartens St Johannes, Pützerau, einmal im Monat mit einer Gruppe von Kindern in einer „Kölsch AG“ und vermittelt so das kölsche Brauchtum in Sprache, Liedgut und die kölscher Kultur.

Hier lernen die Kleinen nicht nur viel Wissenswertes über die Stadt Köln und ihre Wahrzeichen wie z.B. den Dom mit den Heiligen drei Königen, die Heinzelmännchen und das „Hänneschen-Theater“. Sie singen auch kölsche Lieder, lernen das ein oder andere kölsche Wort und wissen mittlerweile, „watt „Ne halve Hahn“, „Thünnes un Schäl“ unn e “Funkemarieche“ sinn“.
Besonders spannend sind für die „Pänz“ kleine Geschichten in kölscher Mundart, die von Christa Prüfer, die selber eine „Urkölnerin“ ist, mit „janz vill kölschem Hätzbloot“ vorgetragen werden.
Hinzu kommt etwas besonders Schönes. Passend zur Jahreszeit wird auch immer wieder gebastelt.
So können die Kleinen mit Stolz bereits ihre eigenen, kurz nach dem 11. im 11. selbst gebastelten Narrenkappen vorzeigen. Dazu haben sie das Lied „Heidewitzka, Herr Kapitän“ eingeübt, bei dem es ja bekanntlich ums „Müllemmer Böötche“ geht.

Als dann auch noch die Rede war von der „Heiligen Ursula“ und den 11.000 Jungfrauen, und wie Ursula nach Köln gekommen ist, war für die wissbegierigen Kleinen vollkommen klar, dass die nur mit dem „Müllemmer Böötche“ gekommen sein kann. Aber alle Kinder wissen jetzt in dem Zusammen-hang auch, was die 11 Flammen im Kölner Stadtwappen bedeuten.

Auch sind die für Weihnachten hergestellten Engel nicht ohne Grund in den Farben in „Rut un Wieß“ gebastelt, denn das, so wissen die „Pänz“ zu erzählen, das sind die Farben der Stadt Köln.
„Iss datt nitt schön?“
Es gäbe noch viel mehr zu erzählen über die Begeisterungsfähigkeit der Kinder und das ganze Drumherum für die kölsche Mundart in der „Kölsch AG“ des kath. Kindergarten in Pützerau.
Es ist einfach schön zu sehen, wie die Kinder, die über ihre Teilnahme selber entscheiden konnten, mitziehen, und das Beste daran ist, dass dabei der von Sprachwissenschaftlern nachgewiesene Lerneffekt dieser Arbeit zur Entwicklung der Sprachkompetenz bei den Kleinen eine Menge beiträgt, denn: „Dialekt macht klug.“ Neueste Forschungen belegen diese provokante These.
Wenn Kinder auch die Mundart ihrer Region sprechen, sind sie später besser in der Schule:
Sie kennen mehr Ausdrücke als Kinder, die nur mit der hochdeutschen Sprache aufgewachsen sind, sie können sich besser ausdrücken und entwickeln eine buntere Sprache, denn: Sie müssen zwischen Dialekt und Hochsprache hin- und herschalten. Das fördert die Auffassungsgabe.
Gelegenheiten, sich mit kölschen Begriffen auseinander zu setzen, bietet der kath. Kindergarten in Pützerau schon seit langer Zeit regelmäßig durch Projekte zur Karnevalszeit und zu St. Martin und nun auch in der „Kölsch AG“ in Verbindung mit “Saach hür ens“ Lohmar e.V.
Für das kommende Jahr planen Frau Muus und Christa Prüfer weitere Aktionen aller Art. So wird u.a. das „Müllemmer Böötche“ gebastelt, und es soll einen Besuch mit den Kindern im Kölner „Hänneschen-Theater“ geben.

„Saach hür ens“ Lohmar e.V. freut sich, mit dieser Arbeit einen schönen Beitrag zur Förderung der rheinischen Mundart zu leisten und hofft, dass dieses Projekt in Lohmar weiteren Anklang findet.

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