Vereinsmitteilungen

Einen in dieser Form nicht erwarteten Zuspruch fand der 1. „Loss m’r schwade Ôvend“, den Lohmars Brauchtumsverein “Saach hür ens“ am Freitag, den 13. November im Wahlscheider Aggertal-Hotel „Zur alten Linde“ veranstaltete.

Wirtin Claudia Dowideit hatte das gemütliche Kaminzimmer für die Veranstaltung ganz toll vorbereitet, und die ca. 40 Teilnehmer fühlten sich in der anheimelnden Atmosphäre des Raumes von Anfang an sehr wohl.

Mit so viel Zuspruch hatte der Veranstalter nicht gerechnet, und so sollte es ein wunderbarer Abend werden mit einem kleinem Rahmenprogramm, gestaltet von Martin Moos, der begleitet von seiner Gitarre eigene, zeitnahe Lieder in Mundart vortrug sowie von Monika Döhring, die quasi als Pendant kölsche Evergreens auf ihrer „Quetsch“ spielte. So war alles vertreten von Ostermann bis Moos, und die Besucher gingen bei beiden Interpreten begeistert mit bzw. hörten aufmerksam zu.

Aber auch viele Gäste kamen ausgiebig zu Wort, was zur Bereicherung des lebhaften Abends beitrug.

Angeregt vom „Sprôôch- Student“, ein rheinisches Mundartgedicht, vorgetragen von Doris Hochschild, mit einer Unmenge an Ausdrücken, die es im Rheinland gibt bzw. einmal gab und die bei vielen der Teilnehmer in Vergessenheit geraten waren, kam es schnell zu angeregten Diskussionen und Wortmeldungen etwa von Helmut Otto, dem ehemaligen Wirt des Hotel-Restaurants „Naafshäuschen“, der ergänzend sein Wissen über alte Begriffe aus der Landwirtschaft preisgab, was von den Anwesenden mit großem Interesse angenommen und noch ergänzt werden konnte.
Kurt Oberdörster, allen bekannt als Besitzer des privaten und liebevoll eingerichteten Heimatmuseums in Schönenberg bei Wahlscheid, trug in seiner eigenen Art ein Geburtstagsgedicht in Mundart vor und erhielt dafür viel Applaus.

Erwin Rußkowski, der 1. Vorsitzende von “Saach hür ens“ trug zwei kurze Sketche aus seinem neuen Buch „Uss demm Levve“ (11 Sketche für Familie, Schule und Verein) vor und erntete dabei eine Menge Lacher.

Auch Werner Fischer wusste den ein oder anderen „Verzäll“ aus seinem Leben als Bestatter zum Besten zu geben.

So machte sich die Veranstaltung ganz von allein zu einem recht unterhaltsamen, lustigen Abend, den die Besucher mit der Bitte an „Saach hür ens“ verließen, mit dem zweiten Abend dieser Art nicht zu lange zu warten.

Bemerkenswert war, dass wirklich von Anfang bis Ende zu gut wie kein hochdeutsches Wort über die Lippen der Besucher kam, unter denen einige Damen aus dem ehemaligen Singekreis „Die Mösche“ der evangelischen Kirchengemeinde Wahlscheid waren, die Älteste davon war Frau Ilse Imberg mit 91 Jahren.

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