Vereinsmitteilungen

Stadtwerke Lohmar

Was früher einmal in der Schule „Heimatkunde“ hieß, macht in Lohmar heute “Saach hür ens“ – und zwar vom Feinsten. Der beste Beweis dafür war der diesjährige „Loss m’r schwade Ôvend“, der schon zum zweiten Mal in der Kaminstube des Aggertalhotels „Zur Alten Linde“ in Wahlscheid stattfand.

Knapp vierzig „Schwad-Willige“ waren erschienen und ließen den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis für Jung und Alt werden, und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Veranstalter freute sich, unter den Gästen auch einige jüngere Teilnehmer begrüßen zu dürfen, die aufmerksam die Unterhaltung im Raum verfolgten und sogar das Ein oder Andere mit beizusteuern wussten. An diesem Abend war das Hochdeutsche verpönt; denn „ Mundart schwade“ war angesagt.

Angeregt durch einige kurze Filmsequenzen, die Doris Hochschild per Beamer einspielte, ging sofort eine rege Debatte über die gezeigten Gepflogenheiten von früher los, und wie das damals in den Schlafzimmern mit der Größe der Betten war, was man da trug, und wie es in der Küche zuging. Mach einer erinnerte sich an den guten alten Herd, der mit Briketts und Holz geheizt wurde und der im Winter rund um die Uhr Wärme spenden musste, damit es am Morgen nicht kalt war im Haus.

Auch die Landwirtschaft kam nicht zu kurz, zumal mit Kurt Oberdörster (Besitzer des privaten Heimatmuseums in Schönenberg oberhalb von Wahlscheid)ein Kenner der Szene unter den Gästen war, der aus eigener Erfahrung sehr authentisch zu berichten wusste, wie beispielsweise noch nach dem Krieg die eigene Butter in entsprechenden Gefäßen durch fleißiges Drehen des Butterfasses mit der Hand hergestellt wurde.

Besonders lustig wurde es bei den verschiedenen Anekdötchen zum Thema „Herzhausen“.

Früher gab es auf dem Land in der Regel eben nur die mehr oder weniger beliebten Häuschen mit dem Herzen in der Tür – im Volksmund auch „Plumpsklo“ genannt. Das heute „Dreilagige“ war damals Zeitungspapier, und damit man nach dem „Stuhlgang“ nicht mit schwarzen Streifen am Hintern herumlaufen musste, wurde häufig das Zeitungspapier heiß gebügelt, um der Drucker-schwärze keine Chance zu geben.

Man hätte noch stundenlang weiter erzählen können, und deshalb freuen sich schon jetzt alle auf den nächsten „Loss m’r schwade Ôvend“. Die einhellige Meinung aller Anwesenden war, dass der nicht erst in einem Jahr stattfinden soll – denn, wie sagte doch am Ende einer der jüngeren Teilnehmer:

„ Man muss die Zeit nutzen, solange die, die das alles „live“ erlebt haben, noch da sind“

Ihr/euer
“Saach hür ens“ Lohmar e.V.

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