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Im Monat Januar ehrt die Stadt Lohmar Salem Keder und Walter Linnartz zum Ehrenamt des Monats und honoriert ihr ehrenamtliches Engagement für yezidische Familien im Nordirak, die Organisation von zwei humanitäre Hilfsaktionen.

Am 11. August diesen Jahres erhielt Salem Keder einen erschütternden Anruf aus seinem Heimatort Khanik, im Nordirak. Verwandte erzählen ihm von Tausenden Flüchtlingen, die vor den brutalen Übergriffen der islamischen Rebellen, Schutz im kurdischen Teil des Landes, auch in Salem Keders Heimatstadt, suchen. Im Juni kamen zuerst 20.000 irakische Flüchtlinge aus Jebel Sinjar, einer Gebirgskette nahe der syrischen Grenze, in Khanik an. Die Stadt Khanik ist von der Größenordnung und Einwohnerzahl vergleichbar mit Lohmar. Dann steigerte sich diese Zahl innerhalb kürzester Zeit auf 80.000 Zuflucht suchende Personen. Diese Menschen sind nur mit ihrer Kleidung am Leib, in höchster Angst und Not geflüchtet. In den Flüchtlingslagern, meist Zeltdörfer und Rohbauten, herrschen hygienisch und räumlich katastrophale Bedingungen. Es fehlt an Kleidung, Schuhen, Decken, Matten und Matratzen sowie Windeln.
Erschüttert von diesen lebensunwürdigen Zuständen, entschlossen sich Salem Keder und Walter Linnartz, eine Spendenaktion ins Leben zu rufen. Große Unterstützung erhielten sie von der yezidischen Gemeinschaft aus Lohmar, Mitarbeiter/-innen der Tafel und einem kurdischen Kurierdienst. In E-Mail-Aktionen und mit Flyern wurde die Bevölkerung informiert und um Spenden gebeten. In Lohmar und Umgebung folgten viele Mitbürger/-innen diesem bewegenden Aufruf und spendeten rund 8,2 Tonnen Bekleidung, die in 760 Kartons verpackt und mit einem LKW in den Nordirak gebracht wurden.

Salem Keder flog in seinen Heimatort, um die Verwaltungsformalitäten selbst zu regeln und war zutiefst bestürzt: „Es ist entsetzlich, wenn man die katastrophalen Zustän-de sieht und weiß, dass die Wintermonate anstehen und die Flüchtlinge keinen Schutz vor der Kälte haben!“

In Kahnik verteilte er die dringend benötigten Hilfsgüter, wobei sich das Problem ergab, dass die Pakete nicht für Familien vorsortiert, sondern wahllos zusammengestellt waren, so dass die Verteilung sehr aufwändig war.

Bewegt von den positiven Eindrücken der erfolgreichen Hilfsaktion, starteten die motivierten Ehrenamtler im Oktober einen zweiten Spendenaufruf. Die Resonanz übertraf alle Erwar-tungen, denn es kamen insgesamt 25 Tonnen Kleiderspenden und hohe Geldspenden zusammen. „Damit hat keiner von uns gerechnet, wir waren überwältigt vor Freude“, erzählt Walter Linnartz. Diesmal wurden die Kleiderspenden vorsortiert und fast 1.700 Säcke gepackt, jeweils für eine fünfköpfige Familie. Mit den Geldspenden konnten zwei LKWs bezahlt werden, die diesmal benötigt wurden. Beide Aktionen kosteten insgesamt 16.000 EUR. Der Spediteur bot einen Preisnachlass, wenn die formale Abwicklung durch die Auftraggeber erfolgt. Für Walter Linnartz erwies es sich als schwierig, die Vorgaben des Zollamtes zu erfüllen, aber mit Hilfe eines Siegburger Speditionsbüros konnte alles korrekt abgewickelt werden. Jetzt stand der Hilfslieferung nichts mehr im Weg, dachten zumindest alle Beteiligten. Die beiden Transporter fuhren aus Sicherheitsgründen verschiedene Routen, der LKW, der durch Serbien fahren wollte, erhielt keine Einfuhrerlaubnis. In Serbien dürfen keine Schuhe eingeführt werden! Die Route musste kurzfristig geändert werden.

Salem Keder und Walter Linnartz



Helfer
Nach einer Schrecksekunde, erinnert sich Walter Linnartz, wurde die Route umgelegt und Serbien umfahren. Salem Keder regelte wieder vor Ort die Formalien und gemeinsam mit Freunden und Verwandten verteilte er fünf Tage lang die Spenden. Diesmal nicht nur in Kahnik sondern auch in den nahegelegenen Heimatorten der anderen Familien aus Lohmar und Siegburg, die an der Aktion beteiligt waren.

Kontakt: Frau Eischeid, Tel.: 02246 15-125, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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