Vereinsmitteilungen

Stadtwerke Lohmar

Warum die Banane krumm ist, war nicht das Thema. Vielmehr interessieren sich die Kinder der Grundschule Wahlscheid für die krummen Handelswege, an denen viele Menschen viel Geld verdienen, während die Bauern in den fernen Ländern in tiefer Armut leben. „Das ist nicht fair“, wissen die Kinder mittlerweile und arbeiten fleißig daran, ihre Schule als Fair-Trade-Schule zu zertifizieren. „Eine tolle Sache, die wir unbedingt unterstützen müssen“, ist Gabriele Willscheid überzeugt. So brachte die Geschäftsführerin der BürgerStiftungLohmar zusammen mit Stifterin Sigrid Lemmer denn auch einen dicken Spendenscheck mit zur Martinsfeier im Foyer der Schule.

v.l.n.r.: Schulleiter Tobias Vogdt; Schüler Johannes Mühlens; Gabriele Willscheid und Sigrid Lemmer, beide BürgerStiftungLohmar
v.l.n.r.: Schulleiter Tobias Vogdt; Schüler Johannes Mühlens; Gabriele Willscheid und Sigrid Lemmer, beide BürgerStiftungLohmar

An der Lohmarer Fair-Trade-Woche hatte sich die Stiftung mit einer Sonderförderung für nachhaltige Fair-Trade-Projekte beteiligt. Insgesamt lobte sie 1000 Euro aus, um die sich Vereine, Institutionen, Schulen und Kindergärten bewerben konnten. 600 Euro davon gehen an die Grundschule Wahlscheid, denn: „Was kann nachhaltiger sein, als das Bewusstsein der Kinder zu schärfen“, meinte Gabriele Willscheid und zeigte sich beeindruckt vor allem „von dem ganzheitlichen Ansatz“, mit dem das Lehrerkollegium unter Schulleiter Tobias Vogdt und Projektleiterin Bettina Sievert die Kinder für die Probleme in den Entwicklungsländern sensibilisiert. Inzwischen, so erzählte Bettina Sievert, machen die Kinder sogar ihre Eltern schon beim Wochenendeinkauf im Supermarkt auf fair gehandelte Produkte aufmerksam. Das kommt nicht von ungefähr: In dem Projekt, das in sechs Themen gegliedert ist, erfahren die Schülerinnen und Schüler alles über den Anbau und den Handel mit Produkten aus fernen Ländern. Und das nicht nur in der Theorie. So steht beispielsweise ein Besuch des Schokoladenmuseums in Köln auf dem Stundenplan, und es wird mit fair gehandelten Lebensmitteln gekocht. Indirekt passe zum Thema auch, dass an der Grundschule und in der Ogata ausschließlich Bio-Produkte auf den Tisch kämen, betont der Schulleiter.

Das sei schon immer so gewesen in Wahlscheid, erinnert sich Sigrid Lemmer, die einst den Förderverein der Schule mitgegründet hatte und auch deshalb gerne bei der Scheckübergabe dabei war.

Bis zum Zertifikat ist es freilich noch ein weiter Weg. Im Jahresrhythmus muss die Schule regelmäßig verschiedene Aktionen anbieten, und jedes Kind muss am Ende der Grundschulzeit sich mindestens an einem Fair-Trade-Projekt beteiligt haben. „Großartig! Unsere Spende ist eine gute Investition, damit die Welt ein bisschen gerechter wird“, lobte Gabriele Willscheid.

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