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VON GÜNTHER WOLFF

Nürburg/Wahlscheid – Wenn das 24h-Rennen auf dem Nürburgring stattfindet sind auch die Piloten des MSC Wahlscheid immer dabei. In diesem Jahr kam mit Kevin Wolters noch ein Youngster hinzu. Im Rahmenprogramm des 24h-Rennens findet immer ein Lauf der RCN-Meisterschaft statt. Kevin Wolters machte auf seinem VW Golf mit seinem Klassensieg das Triple, dem dritten Sieg in Folge und somit die Führung in der RCN Junior Trophy klar. Mit Michael Lachmeyer und Alexander Brauer waren noch zwei weitere MSC-Piloten in der RCN-Meisterschaft unterwegs. Alexander Brauer mit seinem Partner Jörg Chiemla sahen leider durch einen technischen Defekt die Zielflagge nicht. Michael Lachmeyer mit seinem Partner Arne Rostock, unterwegs auf einem seriennahen BMW 325i E46, belegten am Ende Rang vier bei neun Klassenkonkurrenten. Dieser Einsatz war dann für Michael Lachmayer der Beginn für Größeres an diesem langen Wochenende.

Die erfolgreiche Viper-Mannschaft mit Michael Lachmayer (links stehend) und Titus Dittmann (auf dem Fahrzeug sitzend)
Die erfolgreiche Viper-Mannschaft mit Michael Lachmayer (links stehend) und Titus Dittmann (auf dem Fahrzeug sitzend)

Nachdem im letzten Jahr die Chrysler Viper des Skater-Pionier Titus Dittmann zerstört wurde fasste man die Entscheidung: „Wir kommen wieder mit einem neu aufgebauten Fahrzeug.“ Der richtige Partner für diesen Entschluss war schnell gefunden - BUX Car-Service – das Projekt TITUS VIPER 2015 war geboren. Nach 7 Monaten Bauzeit und ungefähr 3000 Arbeitsstunden stand eine komplett neue Viper vor Titus Dittmann. Einzig die Motorhaube und die Fahrertür waren noch vom alten Fahrzeug. Hatte die „Alte“ noch alles Serienteile, konnte die „Neue“ mit einem KW-Rennfahrwerk und einer Rennbremse und etlichen weiteren Highlights aufwarten. Auch die Druckprobleme der Gasversorgung, das Hubraummonster fährt umweltbewusst mit Gas, waren gelöst. Neben Titus Dittmann, bildeten Bernd Albrecht, Reinhard Schall und zum ersten Mal Michael Lachmayer ein Fahrerteam. Neben Lachmayer, Mitglied des MSC Wahlscheid, hat auch Titus Dittmann eine enge Beziehung zum Rhein-Sieg-Kreis. Seine ersten 14 Lebensjahre verbrachte er in Kirchen an der Sieg. Nach dem ersten Zeittraining schonte man die Viper mit dem großen „Titus“- und „skate-aid“- Aufkleber. Das Fahrzeug lief hervorragend und die Gefahr eines Unfalles bei den widrigen Wetterbedingungen war zu groß. Man wollte beim eigentlichen 24h-Rennen nur das Ziel erreichen – für das Privatteam aus Münster um den Skateboard-Pionier und -Unternehmer Titus Dittmann stand beim Rennen nicht das Ergebnis, sondern das Werben im Vordergrund. So bringt die Teilnahme beim 24h-Rennen am Nürburgring unglaubliche Publicity für Dittmanns wohltätige Stiftung "skate-aid". Der Start, gefahren von Reinhard Schall, gelang problemlos. Schall hielt sich aus Rangeleien heraus und konnte Position um Position nach vorne fahren, schon nach kurzer Zeit war Position eins der Klasse erreicht. Die Viper, funktionierte dank der tollen Vorbereitung der Bux-Mannschaft ohne jedes Problem. Einzig eine kleine Fahrlässigkeit beim Boxenstopp führte zu einer Schrecksekunde für Titus Dittmann. Eine Haubenverriegelung war nicht richtig geschlossen und die Motorhaube öffnete sich noch im Bereich der Grand-Prix-Strecke. Von hier war der Weg zurück zur Box kurz, der Zeitverlust hielt sich im Rahmen. Später als Michael Lachmayer das Steuer übernommen hatte sorgten dann Trümmerteile von anderen verunfallten Fahrzeugen zu einem Reifenschaden. Diese beiden Vorfälle waren die einzigen Probleme welche das Team hatte. Als die Zielflagge nach 24 Stunden fiel lag, was niemand für möglich gehalten hätte, die Viper auf Rang zwei der Klasse. Michael Lachmayer war begeistert vom Einsatz auf einem „richtigen Auto“. Auch für Titus Dittmann und sein exzellent arbeitendes Team aus Münster und die Bux-Mannschaft war dieser Erfolg der größte Lohn für die Arbeit der vergangenen Monate.

Nicht ganz so zufrieden mit dem Wochenende war ein weiterer Fahrer des MSC Wahlscheid, VLN-Meister 2014 Rolf Derscheid. Dieses Mal nicht mit seinem eigenen BMW 325i, sondern als Gastfahrer im perfekt aufgestellten „Team Hoffmann“ unterwegs, hatte er in der Nacht Pech. Teamchef Kornelius Hoffmann hatte Derscheid neben Friedrich Obermeier und Jens Dahl in das Team erfahrener Langstreckenpiloten geholt. Doch alle Erfahrung nützte in diesem Fall nichts – eine nicht erkennbare Ölspur während der Dunkelheit, keine Warnung durch die Streckenposten und schon ist alle akribische Vorarbeit umsonst gewesen. Erst nachdem drei weitere Fahrzeuge an genau dieser Stelle verunfallten wurden die anderen Fahrer durch Flaggenzeichen gewarnt. Glück im Unglück – keiner der Piloten erlitt ernsthafte Verletzungen.

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