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Der dienstälteste Pilot des MSC Wahlscheid, der Lohmarer Steuerberater Uwe Reich und sein Sohn Marc-Uwe von Niesewand fahren am Wochenende in Spa-Francorchamps

Rhein-Sieg-Kreis (FWA) – Als Youngtimer werden im Motorsport die klassischen Sport- und Tourenwagen etwa ab den später 1960er-Jahren bezeichnet, die zwar schon längst aus den Reglements der aktuellen Rennserien verschwunden sind, aber dennoch etwas zu jung sind, um als echte Oldtimer zu gelten. Auf Initiative des leider bereits verstorbenen Kölners Egon Meurer hat sich der ADAC Nordrhein im Jahr 1993 dieser alten Schätzchen angenommen und mit der Youngtimer Trophy eine Serie ins Leben gerufen, die sich heute einer immer weiter wachsenden Beliebtheit erfreut.

So gehen auch beim vierten Lauf des Jahres in Spa-Francorchamps am kommenden Wochenende wieder mehr als 100 Fahrzeuge in den unterschiedlichsten Leistungsklassen vom Opel Kadett bis hin zum Porsche 944 an den Start. In den beiden Rennen auf dem 7,004 km langen Grand Prix Kurs in den belgischen Ardennen trifft ein bunt gemischtes Teilnehmerfeld aufeinander, denn sowohl junge, talentierte Rennfahrer als auch die sogenannten alten Haudegen des deutschen Automobilsports nutzen gerne die Gelegenheit, die bildschönen Fahrzeuge einmal wieder der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Auch Uwe Reich hat nach zweijähriger Abstinenz seine Liebe zu den Klassikern wiederentdeckt und teilt sich dieses Jahr einen Audi 50 des Teams KWL Motorsport mit seinem Sohn Marc-Uwe von Niesewand. Der Lohmarer, der in den Medien gerne als „Deutschlands schnellster Steuerberater“ bezeichnet wird, hat auch mit seinen 74 Jahren das Autofahren noch nicht verlernt und so bewegt der „Oldtimer im Fahrerfeld“ den kleinen Ingolstädter Flitzer heute noch fast genau so schnell wie 1999, als er mit genau dem gleichen Fahrzeug in Zandvoort zum Sieg fuhr. In Spa-Francorchamps trifft der Routinier aus dem Rhein-Sieg-Kreis mit der DTM-Legende Roland Asch auf einen alten Bekannten. Der Ammerbucher pilotiert noch einmal den Mercedes 190E 2.5-16 Evo II, mit dem er in der alten Deutschen Tourenwagen Meisterschaft für Furore sorgte und in der auch Uwe Reich damals mit einem Ford Sierra XR4i unterwegs war.

Uwe Reichs Sohn Marc-Uwe, der bis 2013 im aktuellen Tourenwagensport unterwegs war und mit dem Gewinn des Renault Clio Cup einen seiner größten Erfolge feierte, freut sich riesig auf den Einsatz zusammen mit seinem Vater. „Aus beruflichen Gründen fehlt mir momentan leider die Zeit, um regelmäßig an Rennveranstaltungen teilzunehmen“, erklärt der 32-jährige Lufthansa-Projektingenieur. „Um so mehr freue ich mich, wenn ich gelegentlich wieder mal ins Lenkrad eines Rennwagens greifen darf.“ Dass der Lohmarer zusammen mit seinem Vater ins Rennen geht, macht ihn besonders stolz. „Es ist schon mehr als außergewöhnlich, dass er mit 74 Jahren noch so fit ist und in ein Rennauto steigt. Es ist immer wieder toll, die Rennwochenenden gemeinsam mit ihm zu verbringen!“

Bereits beim Saisonauftakt im April 2015 in Hockenheim war das Vater-Sohn-Gespann schnell unterwegs, schied jedoch in aussichtsreicher Position fahrend leider wenige Runden vor Schluss durch einen Getriebeschaden aus. Diesmal jedoch wollen die beiden in der Klasse der 1300 ccm-Fahrzeuge von 1976 bis 1981 den Sprung auf das Siegerpodest schaffen. Die anspruchsvolle Berg-und-Tal-Bahn mit ihren legendären Streckenabschnitten wie Eau Rouge, La Source und Blanchimont kennen beide von früheren Einsätzen noch sehr gut. „Ich bin 2012 ebenfalls für Rolf Krogel in Spa gefahren“, erinnert sich Uwe Reich. „Damals war ich mit einem VW Scirocco des KWL-Teams bei strömendem Regen unterwegs und wurde gegen die teilweise wesentlich stärkere Konkurrenz Klassen-Erster!“

Auch bei dem diesjährigen Gastspiel der Youngtimer Trophy werden die Teilnehmer in Belgien trotz der außergewöhnlichen Streckenlänge in zwei Gruppen aufgeteilt, um die Leistungsunterschiede nicht all zu groß werden zu lassen. Der Audi 50 mit der Startnummer 149 geht am Freitag Morgen erstmals zum freien Training auf den Kurs, bevor am Nachmittag im Qualifying die Startpositionen für das erste Rennen ausgefahren werden. Am Samstag findet dann das zweite Zeittraining statt und am Sonntag werden die Teilnehmer um 10:15 Uhr sowie um 11:20 Uhr in die beiden je 60 Minuten dauernden Rennen geschickt.

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