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Die Rennteams aus dem Aggertal sind in ihren Klassen wieder erfolgreich
Von Günther Wolff

Nürburgring/Wahlscheid – Bei Kaiserwetter startete am Samstag der siebte Lauf der diesjährigen Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN). Bei Sonne aber extrem niedrigen Asphalttemperaturen hatten alle Piloten Probleme die profillosen Slicks auf Betriebstemperatur zu bringen, was zur Folge hatte, dass der nötige Grip fehlte. Zahlreiche Unfälle und die damit verbundenen Gelbphasen behinderten immer wieder das Training. Michael Flehmer vom „Team Derscheid“ fand keine freie Runde, im Gegensatz zur Konkurrenz welche mit einer Rundenzeit von 10:01 min die Latte ziemlich hoch legte. Teamchef Rolf Derscheid wartete die weitere Entwicklung ab und ging kurz vor Trainingsende mit einem neuen Satz Slicks raus. Er erwischte eine Traumrunde und stellte den BMW 325i mit einer Zeit von 9:53 min auf Platz 1 der Klasse. Strahlend, so wie das Wetter, kehrte er in die Box zurück.

Das für Leutheuser Racing&Events im Toyota GT86 Cup startende Team A.Kudrass/W.Kudrass/Tschornia/Beisiegel platzierten ihr Fahrzeug auf Platz 2 der hart umkämpften Cup-Klasse. Von dieser Position sollte die Tabellenführung der Cup-Wertung ausgebaut oder zumindest gehalten werden.

Pünktlich gingen dann um 12 Uhr 164 Teams auf die 4 Stunden Hatz rund um die altehrwürdige Nürburg. Wie immer begann Michael Flehmer das Rennen, eingerahmt von ein paar Renault Clio und dicht gefolgt von den Klassenkonkurrenten. Ihm gelang es den Assenheimer-Benz, welcher zuerst an der Stoßstange zu kleben schien, immer weiter hinter sich zu lassen. Mit 28 Sekunden Vorsprung kam er dann zum ersten Boxenstopp. Der schnelle BMW 325i funktionierte fehlerfrei, somit musste das Fahrzeug nur aufgetankt werden und ging als Führender wieder raus auf die Strecke.
Anders erging es da Martin Tschornia auf seinem Toyota GT86. War bei Training noch alles in Ordnung, kämpfte er von Rennbeginn an mit nachlassender Motorleistung. Er wurde bis auf den letzten Platz der Klasse durchgereicht. Punkte für die Cup-Wertung schienen in weite Ferne gerückt. Nach einem Boxenstopp und Reparatur des Elektroschadens ging Altmeister Wolfgang Kudrass mit sieben Minuten Rückstand zurück auf die Strecke. Eine fast aussichtslose Aufholjagd begann. Alle Fahrzeuge in dieser Klasse sind in der Leistung identisch, nur die fahrerische Leistung macht hier den Unterschied. Er schaffte es in seinem Turn drei Konkurrenten zu überholen. Als dann der Erstplatzierte der Klasse mit einem Schaden ausschied, übergab er das Fahrzeug an seinen Sohn Alexander Kudrass. Ihm gelang es dann das Fahrzeug mit 1:30 min Vorsprung zum Klassendritten an Jutta Beisiegel zu übergeben. Sie brachte den Toyota dann sicher auf Rang zwei ins Ziel. Somit war die schon nicht mehr geglaubte Führung in der Cup-Wertung erhalten geblieben.
Rolf Derscheid und Michael Flehmer freuen sich über Ihre gute Startposition
Von all diesen Problemen blieb das Team Derscheid“ verschont. Nachdem Flehmer einen Doppelstint gefahren hatte kam er mit nachlassenden Reifen zeitgleich mit den Konkurrenten an die Box. Die Derscheid Crew leistete ganze Arbeit und Rolf Derscheid übernahm das Steuer. Dass er sich nichts erlauben konnte war schnell klar, denn der Asthetic BMW, der mittlerweile wieder von Stein Tveten gesteuert wurde, saß ihm direkt im Nacken. Aber hier ließ der Routinier nichts anbrennen. Mit Rundenzeiten um 10:00 Minuten baute Derscheid den Vorsprung kontinuierlich aus. Mit mehr als 103 Sekunden Vorsprung überquerte der Derscheid BMW dann nach 24 Runden auf Platz 1 liegend dem Zielstrich und konnte so den Klassensieg wieder mit nach Hause nehmen. Mit dem Klassensieg hat das Team Derscheid den ersten Platz in der Wertung der Produktionswagen ausgebaut. In der VLN-Gesamtwertung der mehr als 800 Teilnehmer, rutschte das kleine Privatteam nun auf den 8. Gesamtrang vor.

Stimmen nach dem Rennen:

Rolf Derscheid: „Michael ist einen sehr guten Stint gefahren. Wenn man sich die Zeiten in unserer Klasse anschaut, so sind derzeit 4 Teams in der Lage unter 10 Minuten zu fahren. Das zeugt von einer ausgewogenen Klasse mit schnellen Fahrern welche spannenden Motorsport präsentieren. Ich danke meiner Crew, die mit den schnellen Stopps erheblich zum heutigen Erfolg beigetragen hat.“

Alexander Kudrass: „Es war wirklich ein Krimi vom Feinsten. Mit dem Schaden hatten wir unseren ersten Platz in der Cup-Wertung bereits abgeschrieben und niemand hat mehr damit gerechnet, hier noch Punkte zu holen. Dafür ist die Leistungsdichte im Cup einfach zu hoch, immerhin fahren wir alle in einem Fenster von 15 Sekunden pro Runde. 7 Minuten sind da Welten. Gerade deswegen sind wir auf diesen 2. Platz wirklich stolz!“

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