Vereinsmitteilungen

Stadtwerke Lohmar

Die Übertragung von Immobilien will wohl überlegt, der Gestaltungsspielraum genutzt sein. Denn "Wat fott es, es fott", so Notar Höffinghoff bei seinem Vortrag in der Villa Friedlinde. Höfinghoff erläuterte zunächst den Unterschied zwischen "vererben" und "übertragen" und die Motive seiner Mandanten, eine Immobilienübertragung schon zu Lebzeiten in Erwägung zu ziehen. Am Beispiel des fiktiven Ehepaares Schmitz mit zwei Kindern, einem selbstgenutzten Haus sowie einer vermieteten Immobilie erläuterte er die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Immobilienübertragung und die rechtliche Absicherung. Die Zuhörer erfuhren, dass bei einem Nießbrauch der eigentliche Übergang erst nach dem Tod von statten geht. Dies kann bei hohen Vermögen zu einer nicht unwesentlichen Besteuerung des Erbes führen. Vertraglich geregelte Rückforderungsrechte können weit über die gesetzlichen Möglichkeiten die Übertragung absichern. Wird z.B. eine Wiese im Wert von 10.000 Euro an ein verheiratetes Kind übertragen, bleibt dieser Wert geschützt. Wenn die Wiese aber Bauland wird, fällt die Wertsteigerung in die Zugewinngemeinschaft, was zur Folge hat, dass bei Scheidung der Zugewinn geteilt wird. Höfinghoff erläuterte in seinen Ausführungen, welche Probleme entstehen können, wenn im Sinne der Gerechtigkeit Immobilien zu gleichen Teilen an mehrere übertragen werden. Hierbei handele es sich um Bruchteilsgemeinschaften und Probleme seien vorprogrammiert, weil Entscheidungen zur Immobilie einstimmig getroffen werden müssen und evtl. bei Uneinigkeit die Teilungsversteigerung drohe.
Auch kann die rechtzeitige Übertragung von Immobilien ein probates Mittel sein, fällige Steuern zu reduzieren, zumal nach Ablauf von 10 Jahren erneut der Freibetrag ausgeschöpft werden kann. Auf die steuerrechtlichen Belange im Rahmen der Immoblienübertgrag ging Notar Höfinghoff ebenfalls ein. Erschreckend, dass dem Partner in "wilder Ehe" nur ein Freibetrag in Höhe von 20.000 Euro zusteht. Alles was darüber liegt muss zumindest mit 30% versteuert werden.

Bei hohen Vermögen ist in jedem Fall eine ausführliche Beratung anzuraten, damit nicht gilt "Wat fott es, es fott". Pauschale Empfehlungen gäbe es nicht; es zähle die Beratung im Einzelfall. Dem Notar gelang es, ein schwieriges Thema witzig und pointiert an den Mann oder an die Frau zu bringen.

Der Vortrag kann unter notare-weierstrasse.de heruntergeladen werden.

Die Veranstaltung wurde vom Verein zur Förderung der Seniorenarbeit in Lohmar e.V. in Kooperation mit der Seniorenvertretung der Stadt Lohmar angeboten. Am 11.11. wird Notar Dirk Höfinghoff über die Änderungen im Erbrecht referieren. Matthias-Claudius-Haus in Wahlscheid, Bartholomäusstr. 6, 18:00 Uhr. Freier Eintritt.

Foto: Der 1. Vorsitzende des FöS, Rolf Binnenbrücker (rechts), begrüßt die interessierten Zuhörer in der Villa Fredlinde und stellt Notar Dirk Höfinghoff aus Siegburg (links) vor. Foto: Kremer

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