MSC Pilot Alex Fielenbach nahm am Weltfinale in der Rotax Max Challenge (RMC) in Sarno (Italien) teil. Die RMC ist eine vom Motorenhersteller Rotax ausgeschriebene Weltmeisterschaft, für bis zu 140 km/h schnelle Rennkarts.
Bei diesem jährlich stattfindenden „Grand Final“ treten die Sieger der nationalen Meisterschaften für ihr Land an. Somit mußte sich Fielenbach mit der Weltelite in seiner Klasse, der Rotax DD2 Masters, in der 2-Takter Rotaxmotoren mit 125 ccm und 34 PS zum Einsatz kommen, messen.
Bei dem Grand Final waren 392 Fahrer aus rund 60 Nationen am Start. Alle Teams waren in einem riesigen Zelt untergebracht, wo allen Teilnehmern das gleiche Material bereitgestellt wurde.
Es kam also nicht darauf an wer das beste Material hatte, sondern es zählte allein das fahrerische Können.
Für Alex war es die erste Teilnahme an so einem Event, so daß er nicht von Anfang an, auf der für ihn unbekannten Strecke und mit dem unbekannten Material,seinen top Leistungslevel erreichte.
In den freien Trainings schwankte er zwischen P8 und P19 von den 36 Startern in seiner Klasse. Aber wir reden hier bei den Rennkarts immer von 1/10 Abständen und das ganze Feld war immer sehr eng beieinander.
In der Qualifikation war es dann erstmals nass und alle Fahrer hatten nur 6 Minuten Zeit um sich auf die neuen Bedingungen einzustellen. Alex belegte Platz 10 und war unter den gegebenen Umständen zwar zufrieden, sah aber durchaus noch Luft nach oben, was ihn zusätzlich für den Rennlauf motivierte.
Allerdings mußte er auch erkennen, dass in dem hochkarätigen Fahrerfeld die Trauben sehr hoch hängen und es unglaublich schwierig war Plätze nach vorne gut zu machen.
Im Pre-Finale am Freitag erlebte er dann auch einen herben Rücksetzer In Runde 2 kam er auf Grund eines kleinen Fehlers von der Strecke ab und wurde auf P29 durchgereicht. Zwar konnte er sich wieder auf Platz 21 zurückkämpfen, jedoch war damit ein guter Startplatz für das Finale außer Reichweite.
Seine Leistung in den Vorläufen bescherten ihm dann Startplatz 16 im Finale. Die nicht so guten Platzierungen in den Vorläufen zehrten an seinen Nerven, so dass er ohne große Erwartungen in den Finallauf ging. Aber der Kämpfer in ihm nahm seine volle Konzentration auf und bereits nach der Startrunde hatte er 4 Konkurrenten hinter sich gelassen und lag auf P12. Kurz danach war er bereits in den Top Ten unterwegs. Runde um Runde kämpfte er sich Position für Position nach vorne. In der letzten Runde konnte er sich dann in die Top Five kämpfen. In den Finalrunden konnte Alex die Pace der Spitze mit gehen. Er fuhr die 2. schnellste Runde nur 0.02 hinter dem Weltmeister Picot aus Frankreich
Mit Platz 5 in der mit starken Fahrern aus aller Welt besetzten Klasse sah er dann schlußendich die Zielflagge.
Für seine erste Teilnahme an dem Weltfinale war der Platz 5 eine erfolgreiche Platzierung und ein versöhnlicher Abschluss. Mit Platz 5 in der Weltelite unterwegs zu sein ist schon eine herausragende Leistung.
Mir war vorher bewusst, dass es bei diesem Event ein gewisses Maß an Erfahrung braucht, dass ich vorher nicht hatte. Die gemachten Erfahrungen waren sehr lehrreich und ich freue mich jetzt schon darauf, diese in der kommenden Saison zu nutzen. Alles hat mich wahnsinnig motiviert so dass ich auch in 2025 alles daransetze werde, mich wieder für das Rotax Grand Final zu qualifizieren! Das findet in 2025 in der 26. Auflage der Veranstaltung in Bahrain statt.
Auch an dieser Stelle kann ich mich nur bei Allen bedanken, die mich über das ganze Jahr unterstützt haben. Allen voran mein Mechaniker Marek Dworak aus Neuss und meinem Rennteam Kraft Motorsport aus Gyhum bei Bremen.
Motorsport ist ein Teamsport, auch wenn man alleine im Fahrzeug sitzt. Ohne diese Unterstützer wäre kein Erfolg möglich, so Fielenbach nach dem erfolgreichen Einsatz in Italien.
(Fotos: privat)






















